verdi-essen-verkehr.de

Eine Seite von ver.di in Essen

Europäische Kommission strebt Verschlechterung der Lenk- und Ruhezeiten an!

21. April 2017 von Rainer Sauer | Keine Kommentare

10447831_660761447306212_8708214900997226217_nVon Seiten der europäischen Kommission sind Überlegungen zu deutlichen Verschlechterungen der Verordnung 561/06 zu den Lenk- und Ruhezeiten für Bus-, Reisebus- und LKW-Fahrer und Ausnahmen zur Arbeitnehmerentsenderichtlinie bekannt geworden. Betroffen sind alle Busfahrer und Busfahrerinnen im ÖPNV, Reise- und Fernbusverkehr! Die Vorschläge gefährden die Gesundheit der Fahrerinnen und Fahrer sowie die Sicherheit von Fahrgästen und aller, die sich auf den Straßen bewegen. Um das zu stoppen, müssen wir jetzt aktiv werden. Dazu gibt es eine Foto-Aktion. Die Plakate dazu gibt es auf der Bundeshomepage – einfach anklicken. Wir bitten dringend um Verbreitung dieser Information und Beteiligung an Aktionen. Hier die wichtigsten Vorschläge der EU-Kommission im Einzelnen:

  1. Verkürzung der Wochenruhezeit: Die Lenk und Ruhezeitenverordnung soll so geändert werden, dass innerhalb von vier Wochen nur drei 24-stündige Wochenruhezeiten eingelegt werden müssen, nach der 4. Woche kann diese dann durch eine Ruhezeit von 108 Stunden ausgeglichen werden.
    Verlängerung der wöchentlichen Lenkzeiten: Im Zusammenhang der Kürzung der Ruhezeiten sollen die zulässigen Lenkzeiten entsprechend verlängert werden.
  2. Durchschnittliche Arbeitszeit: Der Ausgleichszeitraum für die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 48 Stunden wird auf einen vier Wochenzeitraum verkürzt. Dies wäre positiv, kann aber nicht kontrolliert werden, da keine elektronische Erfassung auf der Fahrerkarte vorgeschrieben ist.
  3. Entsendung von Arbeitnehmern: Für Beschäftigte im Straßentransport soll die Arbeitnehmerentsenderichtlinie erst nach einem Einsatz von 9 Tagen gelten. Damit hätten Arbeitnehmer aus dem europäischen Ausland keinen Anspruch auf den Mindestlohn, sondern würden zu den Konditionen des entsendenden Landes arbeiten. Ein Fahrer aus Polen könnte dann zum polnischen Mindestlohn von 453,70 Euro eingesetzt werden.
  4. Fern- und Reisebusfahrer: Die Ruhezeit abseits des Fahrzeugs kann auf mindestens 2,1 Tage in vier Wochen verkürzt werden. Die für Auslandsreisen geltende 12-Tage-Ausnahmeregelung (12 Fahrtage vor der wöchentlichen Ruhezeit) soll auf inländische Busrundfahrten ausgedehnt werden. Im Gelegenheitsverkehr sollen 8 Fahrtage vor der reduzierten wöchentlichen Ruhezeit von 24 Stunden möglich werden. Die kumulierte monatliche Ruhezeit soll um 21 Stunden verkürzt werden. Die Fahrtunterbrechung soll auch auf drei kurze Fahrtunterbrechungen von je 15 Minuten innerhalb von 4,5 Stunden Lenkzeit aufgeteilt werden können.

Vertrauensleuteversammlung am 26. April: Offen für alle Beschäftigten bei der Essener Verkehrs-AG

19. April 2017 von Rainer Sauer | Keine Kommentare

Logo_Straße_bAn die ver.di-Vertrauensleute bei der Essener Verkehrs-AG

Einladung
zur Vertrauensleuteversammlung am Mittwoch, 26.04.2017, um 16.30 Uhr in die Kantine beim Betriebshof Stadtmitte

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

hiermit laden wir Euch ganz herzlich zur nächsten Vertrauensleuteversammlung ein!

Vorläufige Tagesordnungspunkte:

1. Begrüßung
2. Bisherige Gespräche mit dem Arbeitgeber
3. Tarifrunde Mantelforderungen 2019
4. Flyer-Verteil-Aktion zum Personenbeförderungsgetz / Direktvergabe
5. Aktuelles zur Fusion EVAG/MVG/VIA
6. Betriebsratswahl
7. Verschiedenes

Auch interessierte Kolleginnen und Kollegen sind herzlichst eingeladen!

Wir freuen uns über Eure Teilnahme!

Thomas Osterholt, Vertrauensleutesprecher

Rainer Sauer, Gewerkschaftssekretär

Nahverkehr in Gefahr: Sei dabei am 16. März im Essener Gewerkschaftshaus

25. Februar 2017 von Rainer Sauer | Keine Kommentare

Banner BR Wahl RGEVon Rainer Sauer

Der Fachbereich Verkehr im ver.di Bezirk Essen und Mülheim-Oberhausen führt in Zusammenarbeit mit weiteren ver.di-Bezirksfachbereichen Verkehr am Donnerstag, 16. März, um 17 Uhr im Essener Gewerkschaftshaus, Teichstraße 4a, eine Informations- und Diskussionsveranstaltung mit hochkarätiger Besetzung durch. Ihre Teilnahme zugesagt haben: Die Bundestagsabgeordneten und Mitglieder des Verkehrsausschusses des Bundestages Arno Klare (SPD) und Oliver Wittke (CDU) sowie Mira Ball, ver.di Bundesfachgruppenleiterin für den Straßenpersonen- und Schienenverkehr. Angefragt ist außerdem NRW-Verkehrsminister Michael Groschek.

Der Grund: Der Nahverkehr ist in Gefahr!

Zum Hintergrund: Ohne Busse, Straßen- und U-Bahnen würde in unseren Städten nichts laufen. Der öffentliche Nahverkehr gehört zu unserer Grundversorgung. Er wird bezuschusst, damit ihn sich alle leisten können und ist Aufgabe der Kommunen. Viele haben deshalb eigene Verkehrsunternehmen. Doch unser Nahverkehr ist in Gefahr. Private Unternehmen können ihn sich gegen den Willen der Kommunen unter den Nagel reißen. Die Folge: Viele Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz oder leiden unter immensen Lohnverlust.

Wie ist es möglich, dass eine Stadt die Kontrolle über ihren Nahverkehr oder sogar ihr Unternehmen verliert?

Seit 2009 müssen nach europäischem Recht Nahverkehrsleistungen alle zehn Jahre neu vergeben werden. Städte und Landkreise haben die Wahl, ob sie eine europaweite Ausschreibung machen oder den Verkehr an ihr eigenes Unternehmen direkt vergeben. Dabei können die Kommunen genaue Vorgaben machen, zum Beispiel wann und wo ein Bus oder eine Straßenbahn fährt oder was ein Fahrschein kostet. Und um die Beschäftigten vor Lohn und Arbeitsplatzverlust zu schützen, können Tarifverträge und die Übernahme der Beschäftigten festgelegt werden. Eigentlich gut, wäre da nicht das 2013 novellierte deutsche Personenbeförderungsgesetz, es besagt, dass eigenwirtschaftliche Anträge bei der Vergabe des öffentlichen Nahverkehrs Vorrang haben. Im Klartext heißt das, ein Unternehmen bekommt den Zuschlag, wenn es zusagt den Verkehr ohne öffentliche Zuschüsse zu betreiben. Aber geht das tatsächlich ohne Finanzspritzen? Nein, auch eigenwirtschaftliche Unternehmen kassieren hohe Zuschüsse für Schüler und Schwerbehinderte. Im Jahr 2015 waren dies insgesamt 1,2 Milliarden €. Und dann ist es immer noch schwierig, es sei denn man senkt die Personalkosten und das rapide. Genau dies ist zum Beispiel in Pforzheim passiert. Die Deutsche Bahn hatte mit einem eigenwirtschaftlichen Antrag Erfolg und die Stadt verlor ihr Verkehrsunternehmen nach über 100 Jahren, mehr als 200 Beschäftigte wurden arbeitslos. Einige hat der neue Betreiber eingestellt, sie bekommen allerdings heute bis zu 400 € weniger Gehalt im Monat, denn eigenwirtschaftliche Antragsteller müssen die Vorgaben der Kommunen zu Tarifverträgen und Beschäftigten-Übernahme nicht einhalten. Das bedeutet, dass nun die Beschäftigten mit Einkommensverlusten den öffentlichen Nahverkehr subventionieren und die Kommune leidet unter den sozialen Folgen einer Massenentlassung und minderwertigen Arbeitsplätzen.

Letztlich hat dies alles natürlich auch Folgen für die Fahrgäste: Wenn sich das Unternehmen verkalkuliert, müssen Fahrten ausgedünnt oder Fahrpreise erhöht werden. Und Fahrermangel aufgrund von unsicheren und unattraktiven Arbeitsbedingungen führt zu Ausfällen.

Paradox.

Das europäische Recht schützt die Beschäftigten vor Sozialdumping und Arbeitsplatzverlust. Doch das deutsche Recht hebt den Arbeitnehmerschutz und die Entscheidungsfreiheit der Kommunen auf. Den Beschäftigten im Nahverkehr droht deshalb alle zehn Jahre Arbeitsplatz oder Lohnverlust. Diese Entwicklung muss sofort gestoppt werden.

ver.di fordert die Abschaffung des Vorrangs eigenwirtschaftlicher Verkehre. Im Personenbeförderungsgesetz muss klargestellt werden, dass ausnahmslos alle Antragsteller die Vorgaben der Kommunen zu Tarifverträgen und der Übernahme von Beschäftigten einhalten müssen. Auf Initiative von ver.di haben dazu die Landesregierung von Nordrhein Westfalen und andere Bundesländer eine Bundesratsinitiative zur Änderung des Personenbeförderungsgesetzes zur Sicherung von Qualitäts- und Sozialstandards im öffentlichen Personenverkehr gestartet. Diese Gesetzesinitiative bildet den roten Faden dieser Veranstaltung, zu der alle ver.di-Vertrauensleute, Betriebsräte und ver.di-Mitglieder eingeladen sind.

Anmeldungen bis zum 10. März per Mail rainer.sauer@verdi.de

Erfolg: Befristete Arbeitsverträge werden bei der EVAG entfristet

9. Februar 2017 von Rainer Sauer | 1 Kommentar

Ente_entfristung_Essen

Sehr gute Entscheidung! Quelle: Pressemitteilung der EVAG

Die EVAG wird auf befristete Arbeitsverträge verzichten
Pilotphase für zunächst drei Jahre

09.02.2017 | 15:17
Die EVAG wird auf befristete Arbeitsverträge ohne Sachgrund für eine Pilotphase von drei Jahren verzichten. Dies kündigte der Vorstand der EVAG Anfang der Woche gegenüber dem Betriebsrat an. Dieser Verzicht bezieht sich zunächst auf Planstellen im Fahrbetrieb und betrifft aktuell 29 Arbeitsverhältnisse. Nach erfolgreich absolvierter Probezeit (sechs Monate) sollen weitere Arbeitsverhältnisse entfristet werden.

Ferner ist geplant, dieses Vorgehen auf alle Unternehmensbereiche auszudehnen. Voraussetzung dafür ist der jeweilige Personalbedarf bei Werkstätten und Verwaltung.

„Dies bringt Sicherheit für die Mitarbeiter und Stabilität in unser Angebot“, sind sich Michael Feller und Uwe Bonan sicher.

Zukünftige Einstellungen werden ebenfalls ohne Befristung erfolgen sofern kein Sachgrund vorliegt.

 

ver.di-Aktionstag mit den Auszubildenden bei der Essener Verkehrs-AG

22. November 2016 von Rainer Sauer | Keine Kommentare

15027439_1095639280485091_4066194820887022730_n 15027759_1095639240485095_3437126273029911315_n 15032042_1095639287151757_6035855612076036367_n 14993367_1095639227151763_6768521455256403387_n 15037232_1095639290485090_7410063742791662582_n 15055781_1095639260485093_4569177579662308873_nEinen erfolgreichen Aktionstag zum Thema „Gute Ausbildung, gute Arbeit“ führte die Gewerkschaft ver.di mit der JAV am Donnerstag (11. November 2016) dieser Woche mit den Auszubildenden der Essener Verkehrs AG am Betriebshof an der Schweriner Straße durch. Im Mittelpunkt standen Fragen zur Ausbildung und Arbeitswelt sowie zur betrieblichen und gewerkschaftlichen Interessenvertretung. Zum Schluß gab es noch ein Quiz mit Trostpreisen für alle TeilnehmerInnen und drei Hauptgewinne. Fazit: Allen hat es riesig Spaß gemacht!

Ver.di fordert: Direktvergabe für den Nahverkehr und Beschäftigungssicherung für 2700 Mitarbeiter

27. August 2016 von Rainer Sauer | 1 Kommentar

Via/EVAG/MVG-Fusion

Banner BR Wahl RGEBestehende Beschäftigungsverhältnisse in EVAG, VIA und MVG müssen auch zukünftig gesichert und eine Direktvergabe der Städte Essen und Mülheim für den Nahverkehr gewährleistet werden. Das fordert die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di für die neu entstehende „Verkehrsgesellschaft Essen / Mülheim GmbH“, die aus der Fusion der Essener Verkehrs-AG und der Mülheimer Verkehrsgesellschaft mbh hervorgehen soll. Dieses neue integrierte kommunale Unternehmen sieht das Gutachten zur Weiterentwicklung der regionalen Verkehrsgesellschaft VIA vor.

„Die Stadträte in Essen und Mülheim wollen bereits Ende September über die Fusion entscheiden. Doch die Politik muss mindestens ebenso klar und verbindlich erklären, dass die neue Verkehrsgesellschaft die Direktvergabe bekommt. Dazu gibt es keinerlei Alternative, um den Bürgerinnen und Bürgern weiterhin einen guten und funktionsfähigen Nahverkehr mit Bus und Bahn zu ermöglichen“, bekräftigt Rainer Sauer, Gewerkschaftssekretär für den Fachbereich Verkehr im ver.di-Bezirk Essen und Mülheim-Oberhausen. Denn: Nach dem Jahr 2019 könnte die Konzession theoretisch auch an private Unternehmen vergeben werden. Sauer: „Klar ist, dass dann an allen Ecken zum Nachteil und Ärger der Bürgerinnen und Bürger an Fahrten, Wartung, Personal und Service gespart würde. Das kann niemand wollen, der in Mülheim und Essen vernünftige Politik für die Bevölkerung machen will!“ Hingegen müsse weiterhin auf gute Infrastruktur und einen zukunftsfähigen öffentlichen Personennahverkehr gesetzt werden.

Interessen der Beschäftigten dürfen nicht unter die Räder kommen

Rainer Sauer stellt fest, dass sich der öffentliche Nahverkehr bewährt hat: „Das zeigen auch die konstanten und steigenden Fahrgastzahlen. Wesentlich hat das Personal zum Erfolg beigetragen.“ Mit Blick auf die „Fusion“ sei es daher quasi ebenso ein „Muss“, den 2700 von der Fusion betroffenen Beschäftigten im Fahrbetrieb, Werkstatt und Verwaltung weiterhin ordentliche Arbeitsverhältnisse durch eine Beschäftigungssicherung über 2019 hinaus und Tarifbindung zu garantieren. „Gerade der Erhalt der Arbeitsplätze, vor allem in die Zukunft gerichtet, ist eines der wichtigsten Voraussetzungen für eine motivierte Belegschaft und für Kundenzufriedenheit“, betont Sauer. Deswegen müsse dieser Punkt bei den anstehenden Verhandlungen mit den Betriebsräten in den kommenden Tagen und Wochen eine wichtige Rolle spielen. Bereits am vergangenen Mittwoch hat die Gewerkschaft ver.di bei der Betriebsversammlung bei der MVG angekündigt, den Fusions-Prozess aktiv zu begleiten. Und deutlich erklärt, dass die Interessen der Beschäftigten nicht unter die Räder kommen dürften.

Vertrauensleuteversammlung: Aktiv durch das Jahr 2016!

10. Februar 2016 von Rainer Sauer | Keine Kommentare

Am Donnerstag, 18. Februar, findet bei der Essener Verkehrs-AG eine Vertrauensleuteversammlung mit hochinteressanten Themen statt. Beginn ist um 17 Uhr. Ort ist die Kantine am Betriebshof Stadtmitte. Alle Vertrauensleute sind dazu herzlichst eingeladen. Die Einladung kann durch anklicken vergrößert und heruntergeladen werden.

Einladung_VLV_EVAG