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Eine Seite von ver.di in Essen

ver.di Kolleginnen und Kollegen engagieren sich für gute Arbeitsbedingungen und für den Essener Nahverkehr

22. November 2015 von Rainer Sauer | Keine Kommentare

Ohne TitelEine gelungene Klausurtagung führte der Fachbereichs- vorstand Verkehr im ver.di Bezirk Essen am Wochenende (20. und 21. November) in Ascheberg durch. Nicht nur die Arbeitsschwerpunkte für das Jahr 2016 wurden erarbeitet, auch über die zukünftige Neuausrichtung Via wurde heiß diskutiert und als Ergebnis festgehalten, dass die Tarif- und Arbeitsbedingungen erhalten bleiben müssen. Im nächsten Jahr gibt es wieder Seminarangebote nach dem Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz, spezielle Begrüßungstage für Auszubildende und junge Erwachsene, einen betrieblichen Vertrauensleute-Tag und am 1. Mai wollen sich die ver.di Vertrauensleute und der Fachbereichsvorstand u.a. mit einen Infostand wieder an der Kundgebung des DGB und der Gewerkschaften beteiligen.

Neben einen eigenen Facebook-Auftritt, der bereits für die kommende Woche geplant ist, wollen die Kolleginnen und Kollegen der Essener Verkehrs-AG am Mittwoch, 2. Dezember, um 18 Uhr im Essener Gewerkschaftshaus wie im letzten Jahr wieder einen Tannenbaum aufstellen. Diesmal gibt es sogar ein Gläschen Glühwein. Alle EVAG-Kolleginnen und Kollegen sind herzlich eingeladen. Überdies werden kurzfristig weitere Aktionen zur Rettung des Essener Nahverkehrs durchgeführt, falls Einsparungen bei Bus und Bahn geplant sind. Und die Tarifrunde 2016 steht vor der Tür. Die Tarifabfrage hat übrigens ergeben, dass die Beschäftigten bei der Essener Verkehrs-AG eine prozentuale Forderung, jedoch eine bestimmte Summe als Mindestbetrag, für erforderlich halten, damit besonders die unteren Lohngruppen und Einkommen davon profitieren. Die Ergebnisse der Umfrage wurden bereits an die dafür zuständigen ver.di Gremien weitergereicht.

Ver.di will Bus, Bahn und Arbeitsplätze bei der MVG erhalten

8. September 2015 von Rainer Sauer | Keine Kommentare

Mit eineIMG_9068m offenen Brief zum momentan heiß diskutierten Gutachten „Zukunft des schienengebundenen Nahverkehrs“ hat sich der ver.di Bezirk Mülheim-Oberhausen nun an die Mitglieder des Stadtrates und die Oberbürgermeister-Kandidaten gewandt. Darin bringt die
Dienstleistungsgewerkschaft ihre große Verwunderung und Verärgerung über das Gutachten und die dargestellten Szenarien und Einsparungen bei den Beschäftigten der Mülheimer Verkehrs-Gesellschaft mbH (MVG) zum Ausdruck.

„Dieses Gutachten kostet die Bürgerinnen und Bürger nicht nur viel Geld, sondern am Ende ihre Mobilität. Denn würde dieses Gutachten so umgesetzt werden, wäre Bus und Bahn in unserer Stadt stark gefährdet“, beklagt Rainer Sauer, Gewerkschaftssekretär bei ver.di, zuständig für den Bereich Verkehr. Das Gutachten gefährde gleichsam den Fortbestand der Via Verkehrsgesellschaft, jener Verkehrsverbund, der drei Unternehmen in Mülheim, Essen und Duisburg rund 2.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vereint. Und 581.000 Fahrgäste täglich an ihr Ziel bringt. „Eine Zerschlagung von Via werden wir auf keinen Fall hinnehmen“, bekräftigt Sauer.

Ver.di will Arbeitsplätze bei der MVG erhalten

Zur Erinnerung: Bereits im vergangenen Jahr haben mehr als 10.000 Mülheimer Bürgerinnen und Bürger mit ihren Unterschriften deutlich unterstrichen, dass im Nahverkehr investiert statt abgebaut werden muss. Denn dies wurde jahrelang versäumt. Dem Ansehen des Nahverkehrs und den Beschäftigten der MVG habe dies deutlich geschadet. Sauer: „Das ist die eigentliche Ursache, die jetzt nicht zum Nachteil des Leistungsangebots für die Bus- und Bahnfahrer führen darf und eine zukunfts- und lebenswerte Stadt, wie Mülheim um Jahre zurückwerfen würde.“ Ebenso sehe ver.di beim Umsetzen des Gutachtens die Gefahr, dass Arbeitsplätze – vor allem bei der MVG – ausgedünnt und vernichtet werden. „Wir erwarten von Ihnen, sich verantwortlich für den Erhalt von Bus und Bahn und für den Erhalt der Arbeitsplätze bei der MVG einzusetzen“, bekräftigt die Gewerkschaft in ihrem Brief an die Ratsmitglieder.

Ver.di appelliert an den Stadtrat darauf einzuwirken, dass das Gutachten ohne eine Stellungnahme der Gewerkschaft ver.di und ohne Zusage einer Beschäftigungssicherung nicht umgesetzt wird. Eine schriftliche Antwort erwartet die Gewerkschaft bis zum 9. September. Am Tag darauf werden die Schreiben der Fraktionen und der Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl dann den Beschäftigten der MVG im Rahmen einer ver.di-Vertrauensleuteversammlung vorgelegt.

Ver.di: EVAG nutzt den Ferienstart zur Tarifflucht

30. Juni 2015 von Rainer Sauer | Keine Kommentare

Essen. Die D11049444_837477222967966_8235848541378601629_nienstleistungs-gewerkschaft ver.di im Bezirk Essen schlägt Alarm: Die Essener Verkehrs-AG (EVAG) steuert auf einen handfesten Tarifbruch zu, sollte sie ihre Pläne in die Tat umsetzen. Konkret geht es um die Absicht von EVAG-Vorstandschef Michael Feller und Prokurist Wolfgang Hausmann, die EVAG-Hauptkasse am Betriebshof Stadtmitte bereits morgen dauerhaft schließen zu wollen. Geht es nach ihnen, müssen elf Beschäftigte ihren angestammten Arbeitsplatz aufgeben; ihre Arbeit soll künftig ein externer Dienstleister erledigen. Doch nicht mit ver.di.

„Das eine solche Maßnahme umgesetzt, die Hauptkasse ausgegliedert und damit privatisiert wird, machen wir nicht mit! Denn das wäre nichts anderes als ein Tarifbruch allererster Güte“, betont Gewerkschaftssekretär Rainer Sauer, zuständig für den Fachbereich Verkehr. Er erinnert an den im Dezember 2007 abgeschlossenen „Tarifvertrag zur Begleitung von Konsolidierungsmaßnahmen und soziale Absicherung der Arbeitnehmer/innen der EVAG“. Sauer: „In ihm ist ausdrücklich vereinbart, dass Maßnahmen der Restrukturierung nicht mit dem Ziel der Privatisierung durchgeführt werden dürfen. Doch genau das soll hier passieren. Wir lassen uns nicht von der Geschäftsführung mit dem Deckmäntelchen der Restrukturierung ausboten. Hier geht es klar um Privatisierung und das Ziel, Arbeitsplätze im Betrieb abzubauen. “

EVAG-Hauptkasse schlägt jährlich bis zu 36 Millionen Euro um

In der Hauptkasse am Betriebshof Stadtmitte arbeiten elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon drei mit einer Schwerbehinderung. Ver.di glaubt nicht daran, dass die EVAG daran interessiert sei, dauerhaft eine andere adäquate Beschäftigung im Unternehmen zu finden. In der Hauptkasse werden jährlich zwischen 33 und 36 Millionen Euro umgeschlagen, etwa aus dem Ticketverkauf aus dem Fahrbetrieb. Die Hauptkasse stellt sowohl die Wechselgeldversorgung in den Bussen sicher, als auch in den EVAG-KundenCenternund in der Kasse der Duisburger Verkehrs-Gesellschaft (DVG). Zur Aufgabe der Hauptkasse gehört es ebenfalls, etwa die Gelder aus den Toilettenanlagen der EVAG und den Stadtwerke-Einzahlautomaten abzuholen. Auch das Kleingeld aus den städtischen Parkautomaten wird dort sortiert. „Und das haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den vergangenen Jahren immer vorbildlich erledigt. Beanstandungen gab es nie, weshalb und der Entschluss der EVAG nun stark verwundert und mehr als irritiert“, so Sauer. Die Aufgaben in der Hauptkasse sollen zum 01. Juli 2015 fast vollständig an einen Dienstleister außerhalb der EVAG übertragen werden. „Bis auf zwei Mitarbeiterinnen sind neun Mitarbeiter davon betroffen. Ihnen werden der Arbeitsplatz und ihre Aufgaben sozusagen unter den Füßen weggehauen. Es handelt sich hierbei um Arbeitsplätze mit sinnvollen Aufgaben. Dass die übrigen beiden Mitarbeiterinnen vorerst in der Abteilung bleiben sollen, ist da auch kein Trost“, so Sauer.

Ver.di schickt „Offenen Brief“ und setzt der EVAG eine letzte Frist

Der Gewerkschafssekretär beklagt, dass nicht nur ver.di außen vor gehalten wurde: „Auch der Betriebsrat ist seitens der Geschäftsführung völlig unzureichend eingebunden worden.“ In einem offenen Brief (siehe Anlage) wendet sich ver.di nun mit einer letzten Frist bis zum 1. Juli 2015, 13 Uhr, an EVAG-Vorstandschef Michael Feller und Prokurist Wolfgang Hausmann. „Privatisierung bedeutet im Sinne des Tarifvertrages Outsourcing. Und diese Art der Privatisierung durch den Tarifvertrage ausgeschlossen. Ganz einfach. Sollte die EVAG die tarifvertragswidrige Maßnahme nicht unterlassen, werden wir von allen uns möglichen Mitteln Gebrauch machen, diese abzuwehren“, bekräftigt Gewerkschaftssekretär Rainer Sauer.