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Ver.di will Bus, Bahn und Arbeitsplätze bei der MVG erhalten

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Mit eineIMG_9068m offenen Brief zum momentan heiß diskutierten Gutachten „Zukunft des schienengebundenen Nahverkehrs“ hat sich der ver.di Bezirk Mülheim-Oberhausen nun an die Mitglieder des Stadtrates und die Oberbürgermeister-Kandidaten gewandt. Darin bringt die
Dienstleistungsgewerkschaft ihre große Verwunderung und Verärgerung über das Gutachten und die dargestellten Szenarien und Einsparungen bei den Beschäftigten der Mülheimer Verkehrs-Gesellschaft mbH (MVG) zum Ausdruck.

„Dieses Gutachten kostet die Bürgerinnen und Bürger nicht nur viel Geld, sondern am Ende ihre Mobilität. Denn würde dieses Gutachten so umgesetzt werden, wäre Bus und Bahn in unserer Stadt stark gefährdet“, beklagt Rainer Sauer, Gewerkschaftssekretär bei ver.di, zuständig für den Bereich Verkehr. Das Gutachten gefährde gleichsam den Fortbestand der Via Verkehrsgesellschaft, jener Verkehrsverbund, der drei Unternehmen in Mülheim, Essen und Duisburg rund 2.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vereint. Und 581.000 Fahrgäste täglich an ihr Ziel bringt. „Eine Zerschlagung von Via werden wir auf keinen Fall hinnehmen“, bekräftigt Sauer.

Ver.di will Arbeitsplätze bei der MVG erhalten

Zur Erinnerung: Bereits im vergangenen Jahr haben mehr als 10.000 Mülheimer Bürgerinnen und Bürger mit ihren Unterschriften deutlich unterstrichen, dass im Nahverkehr investiert statt abgebaut werden muss. Denn dies wurde jahrelang versäumt. Dem Ansehen des Nahverkehrs und den Beschäftigten der MVG habe dies deutlich geschadet. Sauer: „Das ist die eigentliche Ursache, die jetzt nicht zum Nachteil des Leistungsangebots für die Bus- und Bahnfahrer führen darf und eine zukunfts- und lebenswerte Stadt, wie Mülheim um Jahre zurückwerfen würde.“ Ebenso sehe ver.di beim Umsetzen des Gutachtens die Gefahr, dass Arbeitsplätze – vor allem bei der MVG – ausgedünnt und vernichtet werden. „Wir erwarten von Ihnen, sich verantwortlich für den Erhalt von Bus und Bahn und für den Erhalt der Arbeitsplätze bei der MVG einzusetzen“, bekräftigt die Gewerkschaft in ihrem Brief an die Ratsmitglieder.

Ver.di appelliert an den Stadtrat darauf einzuwirken, dass das Gutachten ohne eine Stellungnahme der Gewerkschaft ver.di und ohne Zusage einer Beschäftigungssicherung nicht umgesetzt wird. Eine schriftliche Antwort erwartet die Gewerkschaft bis zum 9. September. Am Tag darauf werden die Schreiben der Fraktionen und der Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl dann den Beschäftigten der MVG im Rahmen einer ver.di-Vertrauensleuteversammlung vorgelegt.

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