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Keine Privatisierung der Essener Verkehrs-AG

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D00579er folgende Brief hat uns am 15. September erreicht, Absender Essens Oberbürgermeister Reinhard Paß: „In den vergangenen Tagen ist mir in diversen Anfragen, bei Gesprächen mit Bürgern und auch über die Medien immer wieder vorgehalten worden, ich würde eine (Teil)- Privatisierung der EVAG planen. Natürlich ist das vom politischen Wettbewerb aufgegriffen und im Wahlkampf verstärkt worden, leider. Dieser Vorwurf ist die Folge eines Missverständnisses, das ich gerne mit einigen Sätzen aufklären möchte. Bei einer Diskussionsveranstaltung mit mir und Herrn Kufen beim BDKJ (Bund deutscher katholischer Jugend) bin ich gefragt worden, wie das Angebot im ÖPNV verbessert werden kann. Bei dieser Frage habe ich zugrunde gelegt, dass sich das Interesse der jungen Leute auf eine Angebotsverbesserung in verkehrsarmer Zeit handelt. Zusätzlich weiß ich von Seniorengruppen, die ich seit über einem Jahr immer wieder bei Stadtteilspaziergängen begleite, dass Siedlungsbereiche in Randlagen (z.B. Isinger Feld) an Wochenenden nur unzureichend bedient werden und daher auch dort ein besseres Angebot von Verkehrsleistungen erreicht werden muss. Meine Antwort war dem Sinne nach zunächst der Verweis auf die besondere finanzielle Belastung in der EVV Holding, die einer Ausweitung des Angebotes entgegensteht, und dass man daher auch das Angebot von Privaten prüfen solle. Das glaubte ich auch problemlos sagen zu können, da die EVAG sich in solchen Fällen bereits privater Dienstleiter bedient, z.B. Taxibusse, aber nur in diesen Fällen. Aus diesem Vorgang ist der „Privatisierungsvorwurf“ abgeleitet worden. Mir ist durchaus bewusst, dass dieser Vorwurf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verunsichert, was ich sehr bedauere. Vielmehr ist mir wichtig: Auch in Zeiten knapper Kassen ist eine Reduzierung des Nahverkehrsangebotes für mich nicht verhandelbar. Denn wir alle sind auf einen funktionierenden und verlässlichen Nahverkehr in städtischer Hand angewiesen.“

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